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Ein Kommentar von Sky Reporter Marlon Irlbacher zum Abstieg des 1. FC Köln

Dieser Abstieg ist selbst verschuldet

Zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte steigt der 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ab. Das ist laut Sky Reporter Marlon Irlbacher das Ergebnis von Fehlplanungen auf diversen Ebenen.

Nun ist es traurige Gewissheit: Der 1.FC Köln spielt in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Nach der 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim ist der siebte Bundesliga-Abstieg besiegelt. Allerdings hätte selbst ein Sieg nicht gereicht, da der direkte Konkurrent, Union Berlin, selbst gewonnen hat.

Über die Schuldfrage lässt sich bekanntlich immer eifrig diskutieren, aber dass die Verantwortlichen des 1.FC Köln einen Berg an falschen Entscheidungen getroffen haben, ist nicht von der Hand zu weisen.

Keller lässt Chance ungenutzt

Die Transfersperre - bedingt durch den angeblich bewusst zum Vertragsbruch angestifteten Spieler Jaca Cuber Potocnik - wirft bis heute viele Fragen auf. Denn niemand weiß so richtig, wer beim 1.FC Köln dafür hauptverantwortlich ist.

Sportchef Christian Keller ließ die Chance ungenutzt, auf der Mitgliederversammlung oder anderen Veranstaltungen reinen Tisch zu machen und muss sich die Schuldvorwürfe damit als Geschäftsführer Sport gefallen lassen, hauptverantwortlich dafür zu sein.

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Köln Geschäftsführer Christian Keller stellt sich nach dem Abstieg den Fragen am Sky Mikrofon und sucht nach Erklärungen für den Gang in Liga zwei.

Genug Zeit für vernünftigen Kader gehabt

Auch wenn dadurch für drei Transferperioden keine Neuverpflichtungen getätigt werden dürfen, hatten die Verantwortlichen bereits davor genügend Zeit, einen Kader zu bauen, in dem Abgänge wie Salih Özcan, Anthony Modeste, Elyes Skhiri oder Jonas Hector adäquat hätten ersetzt werden können.

Klar musste Keller Geld sparen, aber ist ein Abstieg in die 2. Liga nun wirklich günstiger als Ausgaben für potentielle Neuzugänge, die direkt weitergeholfen hätten?

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Mark Uth fehlen nach dem Abstieg des 1. FC Köln in Heidenheim die Worte am Sky Mikrofon.

Baumgart-Trennung ein Fehler?

Unglücklich war auch die Entscheidung, sich nach einem schlechten, halben Jahr von Ex-Trainer Steffen Baumgart zu trennen. Auch dem gebürtigen Rostocker gelang es nicht, aus diesem Kader - der nicht über ausreichend Bundesligaqualität verfügt - mehr rauszuholen.

Aber was hat der Trainerwechsel zu Timo Schultz, der mit seiner Ruhe einen anderen Vibe in die Mannschaft bringen sollte, letztlich gebracht? Nichts gegen Schultz persönlich, aber Steffen Baumgart hätte man mit seiner Mentalität und Art und Weise, wie er mit Spielern umgeht, noch eher zugetraut, den Bock umzustoßen - auch wenn der Verein letztlich von einer einvernehmlichen Baumgart-Trennung sprach.

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Der 1. FC Köln ist abgestiegen - mit verantwortlich dafür war vor allem die schwache erste Hälfte in Heidenheim. Trainer Timo Schultz hat seiner Mannschaft so eine schlechte Leistung gar nicht zugetraut.

Köln muss sich neu erfinden

Der 1.FC Köln muss sich in Liga Zwei neu erfinden und zu Beginn - bedingt durch die Transfersperre - mit dem Spielermaterial, das ihm bleibt, zurechtkommen - und dem ein oder anderen ausgeliehenen Rückkehrer. Alles andere als einfach, aber doch eine Chance, die vielen Vereinen in der Vergangenheit im Nachhinein guttat.

In welcher Konstellation auf sportlicher Führungsebene der Verein in die kommende Spielzeit geht, bleibt abzuwarten. Veränderungen in den Führungsetagen für einen Neustart sind aber - und davon bin ich überzeugt - völlig unabdingbar.

Mehr zum Autor Marlon Irlbacher

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