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Kommentar zum CL-Aus des FC Bayern bei Real Madrid

Eine Niederlage sinnbildlich für diese Saison

Die Bayern-Niederlage bei Real Madrid und das Aus im Champions-League-Halbfinale dienen als Sinnbild für die Münchner Saison.
Image: Die Bayern-Niederlage bei Real Madrid und das Aus im Champions-League-Halbfinale dienen als Sinnbild für die Münchner Saison.  © DPA pa

Bayern München scheitert im Champions-League-Halbfinale an Real Madrid. Die Umstände des Ausscheidens dienen dabei als Sinnbild für die gesamte Münchner Saison, meint Sky Reporter Torben Hoffmann.

Das, was sich durch eine ganze Saison gezogen hat, hat im Halbfinalrückspiel möglicherweise auch mit für das Ausscheiden gesorgt.

Zahlreiche Faktoren für titellose Bayern-Saison

Die Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns ist natürlich nicht wegzudiskutieren und gehört auch zur Wahrheit dazu. Aber die Verletzungsanfälligkeit und Häufung der Muskelverletzungen beim Rekordmeister waren eklatant in dieser Saison.

Häufige Wechsel auf verschiedensten Positionen, Umstellungen, fehlender Konkurrenzkampf und auf Verletzungen reagieren zu müssen, haben mit dafür gesorgt, dass nach etlichen Jahren eine titellose Saison am Ende zu Buche steht.

Die Noten der Bayern-Stars gegen Real zum Durchklicken

  1. Ticker
    Image: MANUEL NEUER: Hielt lange mit tollen Glanzparaden das 0:0. Dann patzte der Bayern-Kapitän beim zwischenzeitlichen 1:1, in dem er einen Schuss von Vini prallen ließ. Joselu schob ein. Der Auftritt erinnerte an Oliver Kahn im WM-Finale 2002. NOTE: 3 © Imago
  2. Kimmich im HF gg. Real
    Image: JOSHUA KIMMICH: Lieferte sich intensive Duelle mit Vini. War aber beim entscheidenden Tor zum 1:2 unaufmerksam und konnte die Flanke nicht mehr verhindern. NOTE: 4 © Imago
  3. DE LIGT:
    Image: MATTHIJS DE LIGT: Der beste Innenverteidiger des FC Bayern. Ausstrahlung und Stellungsspiel auf hohem Niveau in Halbzeit eins. Allerdings konnte auch der Niederländer im zweiten Durchgang Reals Doppelschlag nicht verhindern. NOTE: 4 © DPA pa
  4. ERIC DIER:
    Image: ERIC DIER: Wie immer gut im Zusammenspiel mit de Ligt. Zuverlässig. Hatte gegen Vini allerdings des Öfteren das Nachsehen und hielt bei Reals Sturmlauf ebenfalls nicht mehr stand. NOTE: 4 © Imago
  5. Noussair Mazraoui
    Image: NOUSSAIR MAZRAOUI: Hatte es regelmäßig mit Carvajal, Rodrygo und Valverde zu tun. Dabei wirkte der Marokkaner allerdings nicht immer hellwach und erlaubte sich einige Ballverluste. NOTE: 4 © Imago
  6. KONRAD LAIMER:
    Image: KONRAD LAIMER: Gewohnt der zuverlässige Malocher in der Zentrale. Rieb sich wie immer auf. NOTE: 2  © Imago
  7. ALEKSANDER PAVLOVIC:
    Image: ALEKSANDER PAVLOVIC: Tolle erste Halbzeit mit feinen Aktionen sowohl nach vorne als auch defensiv. Auch als er in den Schlussminuten verletzungsbedingt angeschlagen war, warf der Youngster alles rein. NOTE: 2 © Imago
  8. LEROY SANE:
    Image: LEROY SANE: Teilweise fahrig und unkonzentriert. Nicht sein Tag. Der schwächste FCB-Star auf dem Platz. NOTE: 5 © Imago
  9. JAMAL MUSIALA:
    Image: JAMAL MUSIALA: In Halbzeit eins blitzte sein Können zu selten auf. Wenig Magie in Madrid. NOTE: 3 © DPA pa
  10. Gnabry verletzte sich in der CL-Partie gegen Real und musste ausgewechselt werden.
    Image: SERGE GNABRY: Musste nach 26. Minuten verletzt raus. Kaum nennenswert aufgefallen. KEINE BEWERTUNG  © DPA pa
  11. HARRY KANE:
    Image: HARRY KANE: Gefährlich mit einem Schuss aus 18 Metern in der 28. Minute. Bekam selten Bälle. Toller Pass auf Davies vor dem Tor. NOTE: 3 © Imago
  12. ALPHONSO DAVIES:
    Image: ALPHONSO DAVIES: Ab Minute 27 für den verletzten Gnabry gekommen. Brachte Schwung auf der linken Seite. Tolles Tor, welches am Ende nicht ausreichte. NOTE: 2 © Imago
  13. THOMAS TUCHEL bringt KIM MINJAE (ab 76.),  THOMAS MÜLLER (ab 84) und ERIC MAXIM CHOUPO-MOTIN. Alle erhalten KEINE NOTE.
    Image: THOMAS TUCHEL brachte in der Schlussphase noch MIN-JAE KIM (ab 76.), THOMAS MÜLLER und ERIC MAXIM CHOUPO-MOTING (beide ab 84.). Alle erhalten KEINE NOTE. © DPA pa

Auswechslung der kompletten Offensive sinnbildlich

Im Estadio Santiago Bernabeu war Coach Thomas Tuchel gezwungen, seine komplette Offensive auszuwechseln. Serge Gnabry früh in der Partie, die über Wochen mit Tabletten und Spritzen spielfähig zu bekommenden Jamal Musiala und Leroy Sané und den am Rücken angeschlagenen Harry Kane auswechseln zu müssen, war sinnbildlich.

Eine Tatsache, die in der Analyse der Saison einen großen Faktor einnehmen wird.

Dass am 9. Mai noch immer kein Trainer für die kommende Saison gefunden wurde, setzt dem ganzen Dilemma die Krone auf.

Mehr zum Autor Torben Hoffmann

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