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Vogts wünscht sich vom DFB besondere Ehrung für Beckenbauer

Vogts schlägt vor: DFB-Pokal nach Beckenbauer benennen

Franz Beckenbauer (l.) und Berti Vogts,
Image: Franz Beckenbauer (l.) und Berti Vogts.  © DPA pa

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts trauert um Franz Beckenbauer. Zu Ehren des "Kaisers" schlägt er vor, den DFB-Pokal nach Beckenbauer zu benennen.

Die Nachricht vom Tod Franz Beckenbauers tut Berti Vogts "sehr weh", wie er der Rheinischen Post sagte: "Er war ein Freund - und der deutsche Fußball verliert seine Galionsfigur", erklärte der 77 Jahre alte Vogts. Zusammen standen sie in 71 Länderspielen auf dem Platz, Höhepunkt war der Gewinn des WM-Titels 1974. "Wir hatten eine besondere Beziehung, es war eine wunderbare Zeit mit Franz", sagte Vogts.

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Franz Beckenbauer ist tot. Der ''Kaiser'' verstarb am Sonntag im Alter von 78 Jahren. Ein Streifzug durch das Leben einer Fußball-Legende.

Der frühere Abwehrspieler kann sich zu Ehren Beckenbauers vorstellen, den DFB-Pokal umzubenennen: "Es ist wichtig, dass sein Name nicht in Vergessenheit gerät bei den folgenden Fußballer-Generationen. Vielleicht sollte man beim DFB darüber nachdenken, zum Beispiel den DFB-Pokal nach Franz Beckenbauer zu benennen", sagte Vogts.

Vogts adelt Beckenbauer

Beim WM-Triumph 1990 unter Teamchef Beckenbauer war Vogts einer der Trainerassistenten und übernahm anschließend als Bundestrainer. "Er ist einer der besten Fußballer aller Zeiten, auf einer Stufe mit Pele, Eusebio, Maradona - und Franz ist der Kapitän dieser Mannschaft. Sein Tod ist nicht nur für den deutschen Fußball, sondern für den Fußball in Europa und auf der ganzen Welt ein Verlust."

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Olaf Thon über Franz Beckenbauer.

Beckenbauer habe den Fußball geprägt, "er hat die Position des Liberos erfunden. Er war ein Spielmacher hinter der Abwehr, das gab es vor ihm nicht, es war immer wieder beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit er gespielt hat", sagte Vogts.

Viel Zuspruch für Vogts-Idee

Vogts erhält viel Zuspruch für seine Idee, den DFB-Pokal nach Beckenbauer zu benennen. "Das ist schon mal eine nicht so schlechte Idee", sagte Olaf Thon, Weltmeister von 1990, in einem Interview des Bayerischen Rundfunks. "Das würde ich zu 100 Prozent unterstützen, damit sein Name präsent bleibt", sagte Jürgen Kohler dem Kicker. "Es wäre eine Würdigung, die den Verdiensten entspricht, die er nicht nur um den deutschen Fußball, sondern um das gesamte Land hat."

Kohler, ebenfalls Weltmeister 1990 mit dem Teamchef Beckenbauer, sagte zudem: "Gerd Müller hat zu Recht eine Statue neben der Allianz-Arena in München bekommen. Ich fände es schön, wenn Franz sich dazugesellen könnte. Er sollte eine Statue neben ihm bekommen."

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DFB wollte sich noch nicht äußern

Wie Vogts, Thon und Kohler kann sich auch Willi Lemke eine Umbenennung vorstellen. "Fußballdeutschland würde das sehr gut finden", sagte der frühere Manager des SV Werder Bremen am Dienstag in einem Interview des TV-Senders Welt. Beckenbauer sei "der Superstar der letzten Jahrzehnte im deutschen Fußball" und ein "absoluter Weltstar" gewesen. Der Vorschlag sei "auf jeden Fall angemessen", meinte Lemke. Entscheiden müsse darüber aber der Deutsche Fußball-Bund. Dieser wollte sich zu dem Vorschlag vorerst nicht äußern.

Unterstützung gibt es auch von Reiner Calmund. "Eine Umbenennung des DFB-Pokals fände ich toll", sagte der ehemalige Leverkusen-Manager dem Portal watson.de. Calmund fügte aber an: "Das ist ja auch nicht ganz einfach zu organisieren."

dpa

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